Restaurierung des Kaffee Worpswede

Auftraggeber:  Kulturstiftung Landkreis Osterholz
Ort: Lindenallee 3, 27726 Worpswede

Es war die ursprüngliche Landschaft und das Licht, die 1889 die ersten Künstler, Fritz Mackensen, Hans am Ende und Otto Modersohn in dem Moordorf Worpswede sesshaft werden lies. Sie gründeten die Künstlerkolonie Worpswede, die den Versuch einer Schaffens- und Lebensgemeinschaft wagte. 

Es folgten Fritz Overbeck, Heinrich Vogeler und schließlich Paula Becker, die später Otto Modersohn heiratete. 

In besonderer Weise wirkte in Worpswede der Schaffensdrang dieser Künstler – nicht alleine durch Ihre Malerei, sondern auch durch die umfassende Ausgestaltung ihres Lebensraumes. Sie errichteten Häuser, legten Gärten an, entwickelten Möbel, prägten den Ort mit einem ganzheitlichen  Gestaltungsanspruch. Worpswede gelangte zu großer Bekanntheit, die auch heute noch viele Besucher lockt und auch weiterhin Künstler in den Ort zieht. 

1914 kam der Bildhauer Bernhard Hoetger nach Worpswede. Während seines Schaffens in und um Worpswede erbaute er unter anderem 1925 das Kaffee Worpswede, 1926 das dazugehörige Logierhaus und im darauffolgenden Jahr die Große Kunstschau. In dem „Hoetger-Ensemble“ durchdringen sich Architektur, und Landschaftsgestaltung, Bauskulptur, Bildhauerei, Malerei und Möbelentwurf. Hoetger arbeitet an einem ganzheitlichen Gestaltungsbegriff, zielt, wie auch bei seinem Worpsweder Wohnhaus, dem heutigen Diedrichshof, auf das Gesamtkunstwerk.

Das Kaffee Worpswede ist heute nicht mehr in Betrieb, 2019 beschloss die Kulturstiftung Landkreise Osterholz die Sanierung des Gebäudes und beauftragte das Büro quartier vier mit der Planung .

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