4. Sächsische Landesausstellung

Wettbewerb | 2. Preis

AusloberIn: SIB
Ort: Zwickau

Leitausstellung Zwickau

2020 findet die 4. Sächsische Landesausstellung statt, welche die Region Südwestsachsen als eine Wiege der Industrialisierung in Deutschland in den Mittelpunkt rückt. In der Audihalle Zwickau wird, neben sechs dezentralen Teilausstellungen in Chemnitz, Crimmitschau, Freiberg und Oelsnitz/Erzgebirge, die Leitausstellung unter dem Schwerpunkt „Mensch, Kultur und Industrie“ präsentiert. Dabei wird nicht auf eine lineare Erfolgs- und Fortschrittsgeschichte reduziert, sondern die Komplexität und Verflochtenheit des Industrialisierungsprozesses, seine vielfältigen Wechselwirkungen mit der Gesellschaft und der politischen Verfassung werden vor Augen geführt. Industrialisierung ist durchaus auch eine Problemgeschichte und der Besucher wird mit den Herausforderungen der Gegenwart und mit der Verantwortung für die Zukunft konfrontiert werden.

Das neue temporäre Foyergebäude ist das Zeichen für die 4. Sächsische Landesausstellung – Leitausstellung Zwickau. Für den Zeitraum der Ausstellung wird es Themen der Industriekultur sowohl konkret als auch mit einer gewissen Leichtigkeit aufnehmen und den Besuchern einen eindrücklichen Empfang bereiten.

Architektonische Assoziationen und Zutaten:

Das Fließband steht als Sinnbild für die Industrialisierung und der neuen Effizienz der Produktion. Im Empfangsgebäude erfolgt der Hauptzugang zu der Ausstellungsfläche im Obergeschoss über ein Personenförderband. Es wurde nach Förderbändern recherchiert, die zur Überwindung von besonders steilen Passagen im Außenraum entwickelt und erprobt wurden Charlie Chaplin uraufführte 1936 seinen berühmten Film „Modern Times“. Die Fassadenmembran aus recycelbarer ETFE-Folie dient beim Empfangsgebäude als Projektionsfläche für Filmszenen aus der Industriekultur. Diese sind sowohl von außen als auch von innen für den Besucher in beeindruckender Größe erlebbar und verweisen schon von weitem auf das Thema der Ausstellung.

Die Manufaktur als Keimzelle vorindustrieller Großbetriebe ist der architektonische Arbeitstitel der temporären Eingangshalle. Recycelbare Materialien wie die ETFE-Folie, der Holzboden und wiedereinsetzbare Objekte wie die Bänke, Hocker und Raumelemente aus dem 3D-Drucker, welcher als Verweis auf zukünftige Arbeitsprozesse dient, sowie die mietbaren Gerätschaften wie Gerüstkonstruktion und Förderbandsystem stehen für den schnell hergestellten Werkstattraum, der zur Umsetzung und Entwicklung industrieller Produkte diente.

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