Wiederkehr und Zukunft der Allmende

Wir feiern in diesem Jahr den 200. Geburtstag des deutschen Sozialreformers Friedrich Wilhelm Raiffeisen. Keine 2 km von der Skulpturenlandschaft ›im Tal‹ entfernt gründete er die erste Genossenschaft mit der er das Leben und Arbeiten der Landwirte und Bürger im Westerwald nachhaltig verbesserte. Dieses Anliegen ist auch heute, in Zeiten der Bodenspekulationen und des Verlustes von Infrastruktur im ländlichen Raum, eine aktuelle Herausforderung. Raiffeisen wurde weltweit für viele Menschen Vor-Bild und Orientierung zugleich, seine Gedanken verloren nie an Aktualität und erlangten in den letzten Jahren eine Renaissance. Allein in Deutschland sind 19,77 Millionen Menschen in Genossenschaften organisiert. Ging es zu Zeiten von Raiffeisen um Hungersnot und Viehwucher, geht es heute um Selbstbestimmung und Mietwucher. Gleichgeblieben sind die Prinzipien der Solidarität und der Hilfe zur Selbsthilfe.

Das Gastmahl am 26. Mai 2018 nimmt die Wiederkehr des 200. Geburtstages von Friedrich Wilhelm Raiffeisen zum Anlass, mithilfe von drei Projektpräsentationen folgende Fragestellungen zu erörtern: Welchen Verein würde Raiffeisen heute gründen? Welche Relevanz hat die Genossenschaft im 21. Jahrhundert? Welche modernen Solidargemeinschaften braucht es heute und warum?

›Gastmahl der 60‹ 2018
WIEDERKEHR UND ZUKUNFT DER ALLMENDE

1 Thema, 3 Gänge, 3 Referate, 60 Gäste

Ein Abend mit

Johanna Debik, Leiterin Programm Initialkapital für eine chancengerechte Stadtteilentwicklung der Montag Stiftung »Urbane Räume«

Jasper Holler, Mitarbeiter der Bioboden Genossenschaft eG Filmbeitrag von und mit Van Bo Le Mentzel, Erfinder der Hartz IV-Möbel und der 100 €-Wohnung